StartOffice 365Gründe für Kleinunternehmen in Kollaborationstechnologien zu investieren

Gründe für Kleinunternehmen in Kollaborationstechnologien zu investieren

In der heutigen Episode von #O365 Hours spricht Shadeed Eleazar, Content- und Softwarelizenzierungsstratege, mit uns darüber, warum kleine Unternehmen in Technologien für die Zusammenarbeit investieren sollten und wie sie damit beginnen können. Sehen Sie sich unsere Diskussion unten an, oder lesen Sie das vollständige Transkript!

Gäste: Shadeed Eleazar, Content- und Software-Lizenzierungsstratege von Managed Path Solutions (besuchen Sie seine Website)

Behandelte Fragen:

  • Wie können Kleinunternehmen von der Microsoft 365-Technologie profitieren?
  • Warum ist die Kollaborationstechnologie für Kleinunternehmen so effektiv?
  • Welche Tools werden empfohlen?

Transkript

Christian Buckley: Guten Morgen allerseits. Vielen Dank, dass ihr euch den heutigen Office-Hours-Webcast anschaut. Mein Name ist Christian Buckley. Ich bin Microsoft Regional Director und MVP sowie Microsoft Go-to-Market Director für AvePoint. Office Hours wird, wenn es keine technischen Schwierigkeiten gibt, jeden zweiten Mittwochmorgen um 11:00 Uhr EDT (16:00 Uhr MEZ) übertragen und ihr könnt über den auf dem Bildschirm angezeigten Link unter avept.it/o365hours oder O365 Hours unsere Mitteilungen abonnieren. Heute Morgen spreche ich mit jemandem, den ich inzwischen seit elf Jahren kenne. Wir haben uns im Januar oder Februar 2010 getroffen und ich habe dann den SharePoint Saturday in Baltimore gemacht. Ich glaube, das war die Veranstaltung, die direkt im Anschluss kam … wie auch immer: Shadeed, danke, dass du hier bist. Bitte erzähl unserem Publikum, wer du bist.

Shadeed Eleazar: Es ist mir eine Ehre, ein Privileg und eine Freude, hier und heute mit dem AvePoint-Publikum zu sprechen. Und es freut mich sehr, dich wiederzusehen, Christian. Du hast die Geschichte von damals ganz genau wiedergegeben. Für alle, die mich und meine Arbeit noch nicht kennen, ich bin Shadeed Eleazar und lebe in Maryland. Ich bin Unternehmensberater. Ich helfe Microsoft-Praxen, die Herausforderung der wiederkehrenden Einnahmen durch die Lizenzierung von Inhalten zu lösen. Jeder Netflix-Film, den Sie jemals gesehen haben, ist ein Beispiel für ein Inhaltslizenzierungsgeschäft. Wenn Sie also eine Organisation aufbauen wollen, helfe ich ihnen, das Geschäft durch Inhalte aufrechtzuerhalten. Und das können Playbooks sein. Das können Webinare sein, die Inhalte strukturieren, um auf dem Markt Fuß zu fassen, Kunden, Partner und Mitarbeiter zu gewinnen und ein nachhaltiges Geschäft im Rahmen dieser Konversation aufzubauen. Außerdem bin ich Ortsgruppenvorsitzender von SCORE Greater Baltimore. SCORE ist das größte Beraternetzwerk für die Small Business Administration, dem Dachverband der Kleinunternehmen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ich bin der jüngste Vorsitzende im Land und auch der erste Vollzeit-Unternehmer, der in meinem Markt in diese Rolle berufen wurde. Ich beaufsichtige also eine ganze Reihe von, sagen wir mal, Geschäftszweigen, die Finanzierung von Informationsgewinnung und den Wiederaufbau von Geschäftsbezirken im ganzen Land. Wir werden in dieser Folge über Kleinunternehmen aller Art im Hinblick auf Kollaboration, Tools und Strategien sprechen. Sind Sie bereit?

CB: Auf jeden Fall und ich muss dir sagen, mit einigem von dem, was du tust, bin ich bereits in Berührung bekommen. Wenn du dich erinnerst, hatte ich vor ein paar Jahren in einen ähnlichen Bereich zu tun, der aber meines Wissens nicht direkt mit SCORE zu tun hat. Ich glaube, sie haben sich diesbezüglich an einige der Ortsgruppen gewendet, allerdings im Raum Seattle, um etwas Ähnliches aufzuziehen, nämlich Zugangsgerechtigkeit im Hinblick auf den Zugang zu Technologie und Software zu schaffen. Microsoft stand mit einigen Partnern in Verbindung, die das im Raum Seattle getan haben. Und wir haben uns an verschiedene Leute gewendet, die etwas in dieser Richtung taten. Zu diesem Zeitpunkt habe ich etwas von dir gelesen und dachte: „Hey, du steckst da überall mit drin.“ Also habe ich Kontakt aufgenommen und dich ins Boot geholt. Aber lass uns zum eigentlichen Thema kommen. Du hast gesagt, dass wir über Kollaboration, Technologie und die Vorteile für all die Kleinunternehmen da draußen, die KMU-Sphäre, sprechen möchten. Es ein großer Teil der Technologie, mit der du und ich vertraut sind – wir haben ein wenig über unsere Wurzeln in der Community gesprochen, also SharePoint Saturday und die SharePoint-Community, die Microsoft 365-Community.

CB: Sie wurde als Software der Unternehmensklasse angesehen. Viele kleine und mittlere Unternehmen konnten sich das nicht leisten oder dachten zumindest, sie könnten es nicht. Und natürlich gibt es jetzt mit Office 365, das Bestandteil des breiteren Microsoft 365-Ökosystems ist, viele kleinere Unternehmen, denen noch gar nicht bewusst ist, dass sie es sich leisten und verfügbare Lösungen nutzen können. Aber sprich doch bitte über die Entwicklung, also deine Erfahrungen mit dem Community-Aspekt dessen, was du getan hast und was mit dieser Rolle zusammenhängt oder wie ihr euch bereits vor zehn, elf Jahren mit diesen Dingen beschäftigt habt.

SE: Nun, um etwas Kontext für das zu schaffen, worauf Christian da anspielt: Ich arrangiere seit 16 Jahren in Folge ein Treffen. Was für ein Treffen? Ein Community- bzw. Nutzergruppentreffen. In den Mittelatlantikstaaten habe ich mit der SharePoint-Nutzergruppe von Nord-Virginia begonnen. Von DC aus ging es über die Baltimore SharePoint-Nutzergruppe in den Großraum Baltimore, und jeden dritten Donnerstag im Monat, zur gleichen Zeit und auf dem gleichen Kanal haben wir ein Treffen abgehalten. Nutzergruppen sind also ein Inkubator für Talente in der Praxis, und sie sind mehr oder weniger ein Knotenpunkt und eine Anlaufstelle für die kostenlose Weiterbildung von IT-Profis. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, hatte ich schon immer eine Verbindung zu kleinen Unternehmen, da ich in einer Familie aufgewachsen bin, in der es viel um Selbstständigkeit oder unternehmerisches Denken ging.

SE: Mein Gehirn ist also so verdrahtet, dass es egal ist, ob ich in einem großen Beratungsunternehmen arbeite, um diese Fähigkeiten zu nutzen und letztendlich für mich selbst aufzubauen. Und so entschied ich mich 2010, mich selbstständig zu machen und mit der Beratung zu beginnen. Von da an war die Verbindung zwischen Community und Technologie-Tools und Unternehmertum immer ein Teil meiner Geschichte. Und ich habe mich in den letzten Jahren weiterentwickelt, um Praxen mit dieser Unterstützung zu versorgen. Das war also schon immer Teil meines Weges, aber jetzt trete ich an die Front um, sagen wir, eine ganze Region zu leiten und groß angelegte Lösungen für Unternehmer anzubieten, die das brauchen, besonders in diesen Zeiten.

CB: Kannst du beschreiben, was da getan und gekauft wird? Gib mir ein paar Beispiele für Szenarien, in denen Kleinunternehmer sich an dich wenden, und für die Fragen, die sie haben. Und vom Standpunkt der Kollaborationstechnologie, um welche Lösungen handelt es sich bei deren Einführung und bei der Arbeit mit denen du sie unterstützt?

SE: Wenn wir über den Inhaber eines Kleinunternehmens sprechen, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass es in jedem Kleinunternehmen eine Hierarchie der Prioritäten gibt, bei der die Technologie und die Tools oft an letzter Stelle stehen. Priorität hat, den Betrieb am Laufen zu halten und für zufriedene Kunden zu sorgen. Technologie ist zunächst zweitrangig. Als Konsequenz ergibt sich ein Zustand, bei dem Lösungen zusammengestückelt sind. Ein CRM hier, ein E-Mail-System da, ein Zahlungsverarbeitungssystem dort. Mit Office 365 oder Microsoft 365 können Sie also eine integrierte Suite von Anwendungen nutzen, mit der Sie die gesamte Kommunikation rationalisieren können. Die, sagen wir mal, kostspieligste Entwicklung für ein kleines Unternehmen sind Meetings, bei denen alle Teammitglieder gleichzeitig an einem Ort sind, aber nicht arbeiten. Eine der wichtigsten Lösungen, die von Teameigentümern oder Geschäftsinhabern auf den Tisch gebracht werden, lautet daher: Wie können wir uns effektiver treffen? Wie können wir unseren Kalender verwalten und sicherstellen, dass wir unsere Zeit einteilen? Der Aufbau von Lösungen rund um Meetings und Zusammenarbeit ist überraschenderweise mit all den Lösungen, die man aufbauen kann, in Kleinunternehmen am effektivsten.

CB: Ja, das ist interessant. Einer der Gründe dafür ist, dass ich mich sehr für Microsoft 365 interessiere, aber auch für Produktivitätslösungen. Und manchmal kann es eine einfache, kleine, versteckte Funktion sein. In anderen Fällen handelt es sich um komplexere Lösungen für mehrere Arbeitslasten, aber alle konzentrieren sich auf Beschwerden aus der Praxis. Wie teilen wir beispielsweise einen Kalender mit mehreren Personen? Oder wenn wir ein Projekt haben, was sind die besten Möglichkeiten, Aufgaben zu erfassen und zu überwachen? Und wie Sie wissen, gibt es mehrere Möglichkeiten, wie man das in Microsoft 365 erreichen kann. Es geht also darum, sich mit einem Kunden oder potenziellen Kunden zusammenzusetzen, ganz unabhängig von der Größe, denn eine Tatsache, die wir alle verstehen, ist, dass die Komplexität der Kollaboration nichts mit der Größe der Organisation zu tun hat.

CB: Man kann eine 25-köpfige Organisation haben und in einem stark regulierten Branchensegment arbeiten. Ich habe gestern mit jemandem über ein Kleinunternehmen mit weniger als Hundert Angestellten gesprochen, das zwar Vermögenswerte im Wert von mehreren Milliarden Dollar verwaltet, aus der Perspektive von Microsoft aber als KMU gilt. Trotzdem hielt es in seinem Kollaborationssystem kritisches geistiges Eigentum und sehr sensible Inhalte. Dieses Unternehmen benötigte also eine gut verwaltete, streng regulierte Kollaborationsumgebung und die nötigen Funktionen, Stabilität und so weiter. Es geht darum, diese Szenarien zu finden und sich zu überlegen, was man für das Unternehmen erreichen möchte. Das ist die beste Art, damit umzugehen. Und abhängig von der Kultur oder Kollaborationskultur des Unternehmens bietet Microsoft in der Regel mehrere Wege zum Ziel.

SE: Ganz genau. Nehmen wir SCORE als Beispiel. SCORE ist eine Organisation mit sechs Standorten im Großraum Maryland. Diese sind Anlaufstellen, mit denen man Kontakt aufnehmen kann, um einen Businessplan, Mentoring, Hilfe mit den Geschäftsberichten und so weiter zu erhalten. Während der Pandemie hat die gesamte Organisation … Ich sollte betonen, dass sie hauptsächlich aus im Ruhestand befindlichen Führungskräften und Firmeneigentümern besteht, die SCORE ehrenamtlich ihre Zeit als Mentoren zur Verfügung stellen. Und der Übergang von einer persönlich auftretenden Organisation zur Unterstützung einer ganzen Region durch virtuelle Meetings, Telefonate, Videomentoring und so weiter stellte eine große Herausforderung dar. In unserem Fall mussten wir also Microsoft Teams sowie Microsoft Bookings nutzen, um bestimmte entscheidende Probleme zu lösen. Es lässt sich nicht in Abrede stellen: Unsere älteren Mentoren ziehen den persönlichen Kontakt vor und schätzen den Wert der direkten Kommunikation.

SE: Der Slogan, der sich für die Nutzung von Videoanrufen verbreitete, war „wie ein Facetime-Gespräch mit den Enkelkindern“. Dieser Satz führte zu einem sprunghaften Anstieg der Akzeptanz und mehr Mentoren zeigten sich bereit, die Lösungen auszuprobieren. Bookings hat das Problem der Nichtanwesenheit behoben, denn da unsere Dienste nichts kosten und vom Staat angeboten werden, neigten Führungskräfte aus Kleinunternehmen dazu, Termine zu verpassen oder ihrer Prioritätenhierarchie nachzugeben. Wenn man also sagen kann, dass man zu diesem Termin Zeit hat und ihn in den Outlook-Kalender einträgt, kann man erstens eine Zeit eintragen, die einem selbst am besten passt. Und zweitens kann man umplanen, wenn andere Lebens- oder Geschäftsprioritäten dazwischenkommen. Durch die Verwendung und Kombination beider Lösungen konnten wir einen Anstieg an Mentorenmeetings für noch nicht beratene Kunden und des allgemeinen Net Promoter Score von unseren Kunden feststellen, die eine Bewertung ihres Mentors abgegeben haben. Der Einsatz dieser Lösungen unter Sicherstellung, dass sie mit einem Slogan verbunden waren, der die Leute für sich einnahm und ihnen die Akzeptanz erleichterte, half unserer Kleinunternehmercommunity zu überleben. Und in vielen Fällen sehen wir jetzt ein deutlich höheres Fortbildungsniveau in unserer Region.

CB: Leuchtet mir ein. Du hast bei mir gerade eine Erinnerung an mein erstes Start-up in den späten Neunzigern geweckt. Die Technologie war damals natürlich völlig anders. Wir hatten kaum Kollaborationstools. Wir haben Inhalte geteilt. Wir waren vier Firmengründer und haben einen FTP-Server genutzt. Die Inhalte wurden auf einen zentralen Server geladen und von dort abgerufen. Das lief parallel zu unserer Zeit an der Wirtschaftshochschule. Wenn du dich erinnerst, wurde damals Groove veröffentlicht. Das war eine Lösung von Ray Ozzie. Sie gab uns eine Benutzeroberfläche und mehr. Für alle, die das nicht wissen: Groove wurde von Microsoft übernommen und half ein paar Jahre später dabei, den Weg zu SharePoint zu ebnen, also das, was heute SharePoint und Office 365 ist.

CB: Ich wünschte, wir hätten diese Tools und ihre Leistungsfähigkeit damals am Anfang gehabt. Und nun, besonders vor dem Hintergrund der Pandemie, gab es für uns alle, die wir in diesem Bereich tätig sind, relativ wenige Veränderungen, da wir die Technologie bereits nutzen. Ich habe jetzt viel über die Vergangenheit geredet, aber das ist mit einer Frage für mich verbunden. Ich bin in einer Facebook-Nachbarschaftsgruppe, in der wir kommunizieren und Sachen teilen, wenn jemand Hilfe braucht. Also Fragen wie „Wem gehört der Hund, den wir im Vorgarten gesehen haben?“ Solche Dinge. Jemand hat in meinem Profil gesehen, dass ich mit Microsoft-Technologie zu tun habe und kam mit folgender Frage auf mich zu: „Hey, ich habe ein Kleinunternehmen. Wir sind etwa ein Dutzend Leute. Wo kann ich Lizenzen kaufen? Was brauche ich? Woher kriege ich das?

CB: Was empfehlen Sie? An wen soll ich mich wenden?“ Wie beantwortet man das? Also, ich weiß, was ich geantwortet habe, und zwar habe ich gefragt, ob es Partner gibt, die weiterverkaufen und dass man sich dafür auch direkt an Microsoft wenden kann. Die eigentliche Frage war aber: Was willst du damit tun? Mit wem arbeitest du aktuell tatsächlich zusammen? Können die dir vielleicht dabei helfen? Ich übernehme solche Beratung normalerweise nicht, aber wie beantwortet man solche Fragen, wenn ein Kleinunternehmen auf einen zukommt und fragt: „Wie und wo soll ich eigentlich anfangen? Was brauche ich tatsächlich?“ Wo schickt man diese Leute hin?

SE: Also zunächst wird erörtert, was bereits vorhanden ist. Und Microsoft hat großartige Arbeit geleistet, vor allem mit Legacy-Anwendungen, wie z. B. Windows SharePoint Server, und bietet Lösungen an, mit denen Sie testen können, ob Sie zu einer Enterprise-Lösung wechseln wollen. In vielen Fällen besitzt ein Kleinunternehmen bereits Microsoft-Technologie in irgendeiner Form, beispielsweise Office oder neuere Lösungen. Also kläre ich in einer kurzen Bestandsaufnahme gerne gleich vorab, welche Tools man bereits bei der Arbeit verwendet. Wenn man nun festgestellt hat, welche Tools bereits vorhanden sind, fragt man nach dem aktuellen Anbieter. Und da ich Teil einer Nutzergruppen-Community bin, ist der nächste Partner schnell gefunden. Ich stelle also zuerst sicher, dass sie durch die Nutzergruppe das nötige Wissen erhalten. Ich frage sie, ob sie Verbindung zur Nutzergruppe haben. Wenn nicht, dann lernen sie zunächst etwas über die Technologie. Wenn die Technologie bereits vorhanden ist, nimmt man hier die Kommunikation wieder auf und stellt ihnen verlässliche Partner und Anbieter vor, damit im Gegensatz zum direkten Unternehmenskontakt ein menschliches Element einfließt. Dann folgt eine Übergabe an einen vertrauenswürdigen Partner, unterstützt durch neu vermitteltes Wissen, sodass jede Entscheidung, die getroffen wird, auf Kenntnis basiert – auf Vertrauen und einem Partner, der einen durch den Prozess führt.

CB: Sehr guter Punkt, denn die Partner in einer Region, die das stärkste Marketing haben, sind nicht zwingend diejenigen, die die Community-Mitglieder am ehesten weiterempfehlen würden. Ich finde es sehr amüsant, wenn wir das mit der Suche nach einem Restaurant oder einem Automechaniker vergleichen, bei der wir uns verschiedene Möglichkeiten heraussuchen und schauen, was die Leute dazu sagen, wie sie sie bewertet haben und wie ihre Erfahrungen waren. Warum sollte man das nicht auch in lokalen Nutzergruppen machen? Ganz nach dem Motto: „Folgendes möchten wir erreichen. Ich habe Werbung von Firma XYZ dazu gesehen. Was denkt ihr darüber?“ Und dann erhält man Feedback und Empfehlungen.

SE: Ich sage dir eins, Christian, einer der ausschlaggebenden Momente in meiner Karriere war das direkte Gespräch mit einem Unternehmensberater. Das war vor gut neun Jahren. Nutzergruppen sind Community-Organisationen. Sie sind meist gemeinnützig. Für ihre Organisatoren sind sie eine Herzensangelegenheit. Doch der Berater regte zu einer Untersuchung des Geldwertes der Nutzergruppe an. Man hat also diese Nutzergruppe, die mindestens 1.200 Personen stark ist, die an Meetings teilnehmen, sich zum MVP weiterentwickeln und Unternehmen gegründet haben. Was ist hier der Gesamtwert? Das Nachdenken über den Wert der Nutzergruppe hat mein Leben verändert, da mir plötzlich klar wurde, dass wir hier nicht nur einen Ort haben, an dem Menschen lernen können, sondern einen echten Tech-Inkubator.

SE: Wenn man also anfängt, Nutzergruppen von einem geschäftlichen Standpunkt aus neu zu betrachten, beginnt man den Wert der Bildung, den Wert der Gemeinschaft, den Wert der Partnerschaften zu betrachten, unabhängig davon, ob man dem ein Preisschild oder einen Eintrittspreis zuordnet, was wir nicht getan haben, und das hat mich veranlasst, neu zu denken. Was ich daraufhin getan habe, war, unsere Partner in der Region zu unseren Meetings und unseren Konferenzen einzuladen, wo sie sich äußern und ihr Wissen einbringen konnten. So hatten wir nicht nur IT-Fachleute, sondern auch eine Ebene der Unterstützung für geschäftliche Entscheidungsträger. Das findet man in der Regel nur bei Treffen von Microsoft-Channelpartnern, doch in der Nutzergruppe gibt es häufig eine Kluft zwischen beiden. Ich war der Meinung, dass es wichtig ist, diese Ebene anzubieten, denn wenn die Entscheidungen, die getroffen werden, auf einer Beratung mit vertrauenswürdigen Ressourcen beruhen, dann verbessert das den Wert unserer Unternehmen, unserer Anbieter und unserer Einstellungspraktiken in der Region insgesamt.

CB: Darauf aufbauend in den wenigen Minuten, die uns noch bleiben: Was ist deine Empfehlung? Man stelle sich vor, ein Kleinunternehmen in der Region zu sein. Was würdest du da sagen? Was wären die ersten drei Schritte, die du empfehlen würdest? Wenn ich noch einmal zurückgehen könnte, würde ich zum Beispiel vieles ganz anders machen. Ich würde mit dem Christian Buckley von 1997, der gerade ein Unternehmen mitbegründet hat, sprechen und sagen: Hier sind Ressourcen, die du nicht genutzt hast, die dir damals zur Verfügung standen, hier sind Technologien, die empfehlenswert sind. Ich hätte mir selbst diese Ratschläge gegeben. Was sind deine Ratschläge? Was würdest du dir selbst als neuem Start-up-Gründer empfehlen?

SE: Zunächst einmal schließe ich immer das menschliche Element ein und rücke die Personen in den Vordergrund. Ich würde also Verbindungen zu Communitys herstellen und Beziehungen zu Personen aufbauen, die sich zunehmend durchsetzen und die gleichen Interessen haben. Ich habe also ein Unternehmen, das ein Problem löst. Ich werde mich mit anderen Unternehmen, die einen ergänzenden Wert bieten, verbinden und mein Toolkit aufbauen. Denken Sie daran: Wenn ich ein Problem löse, wenn ein Unternehmen ein Problem löst, dann gibt es ein Problem, das den Kunden nachts wach hält, bevor er zu meiner Lösung kommt. Wenn ich nun eine Qualitätslösung liefere, wenn ich mein Versprechen einhalte, werden neue Probleme entstehen. Die meisten Leute konzentrieren sich nur auf das, was sie liefern. Die Anbieter, die eine lange Lebensdauer haben, oder die Unternehmen, die eine lange Lebensdauer haben, arbeiten mit anderen Anbietern zusammen, die das Problem bereits gelöst haben und die neuen Probleme lösen, die meine Lösung liefert.

SE: Hierzu ist das Community-Ökosystem die effektivste Lösung. Als Nächstes mache ich eine Bestandsaufnahme dessen, was ich verwende und warum ich es verwende, und denke dann über End-to-End-Lösungen nach. Sagen wir zum Beispiel, Office 365 bietet eine Komplettlösung. Das ist eine potenzielle Richtung, in die ich mich im Hinblick auf den Aufbau von Produktivität im Unternehmen bewegen kann. Und schließlich wäre da unser Fokus auf erstklassigen Kundensupport innerhalb der Community. Wenn ich also eine Lösung bereitstelle und an den Customer Lifetime Value denke, dann beabsichtige ich immer eine Unterstützung der Endnutzer-Community. Meine Kunden unterstützen meine Partner auf diesem Weg. Und das ist der Zugang zu Vermittlungen, Empfehlungen und Mundpropaganda, und das ist der Lebenssaft, der Sauerstoff, der das Geschäft am Laufen hält. Das ist meine dreiteilige Formel für unsere Unternehmen, die wachsen möchten. Und wenn ich eine Zeitmaschine hätte und mir selbst eine Frage stellen könnte, wäre das für mich ein brillanter Rat, der meinem zukünftigen Selbst größeren Erfolg eingebracht hätte.

CB: Ich muss schon sagen, dass wir uns beide selbst dafür beglückwünschen können, dass wir damals wenigstens verstanden haben, wie wertvoll eine Gemeinschaft ist, um Lösungen zu finden. Wie gesagt, ich habe mir in dieser Hinsicht einige Fehler geleistet, aber ich habe viel schneller gelernt, da ich Teil einer Community war, gesehen habe, was andere getan haben und klug genug war, ein paar der Fehler, die gemacht wurden, nicht zu wiederholen. Natürlich floss damals viel Herzblut in die Arbeit, das war die Zeit direkt vor dem Platzen der Dotcom-Blase. Das war schon eine interessante Zeit, um ein Unternehmen zu gründen. Als Fazit denke ich, dass es viel gibt, was man mithilfe einer Community tun kann, um sich vor dem Platzen künftiger Blasen zu schützen und sich darauf vorzubereiten, solche Fälle wirtschaftlicher Erschütterung zu überstehen. Aber es ist ganz richtig: Die Community und der Austausch darin helfen einem, das verfügbare Potenzial der Technologie besser zu verstehen, das Potenzial von Beziehungen, mögliche Lösungen für Kunden, um Probleme zu beheben, die sie vortragen – all das ist ein großartiger Ausgangspunkt.

SE: Ganz genau.

CB: Nun denn, es hat uns sehr gefreut, dass du heute bei uns warst. Schön, dich zu Gast zu haben. Es hat mich gefreut, dich wieder zu sehen und mit dir zu reden, und ich danke dir für deine Tätigkeit als AvePoint Community Champion ebenso wie für deinen Einsatz für die breitere Microsoft-Community. Ich denke, wir wiederholen das in zehn Jahren und schauen uns an, wie die Dinge dann stehen. Danke für das großartige Gespräch.

SE: Es war mir ein Vergnügen, dabei zu sein, und ich danke Ihnen allen, dass Sie diesen Broadcast eingeschaltet haben.


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Christian Buckley
Christian Buckleyhttp://buckleyplanet.com
An Office Apps & Services MVP, Microsoft Regional Director, and the Brand Alliance Director at AvePoint, Christian Buckley is an internationally recognized author and speaker and runs the community-focused CollabTalk blog, podcast, and tweetjam series.

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