Die große Microsoft 365-Backup-Debatte

office 365 backup

Haben Sie die große Microsoft 365-Backup-Debatte verpasst? Die vollständige Aufzeichnung können Sie sich hier ansehen!


Microsoft 365-Backup. Wir sind uns zwar alle einig, dass es klug ist, über eine gewisse Kapazität an Datenschutz und Redundanz zu verfügen, geht es jedoch um den erforderlichen Umfang scheiden sich die Geister. Wie sehr die Meinungen in der Community auseinandergehen, ist auch uns nicht verborgen geblieben. Deshalb haben wir uns bei Branchenikone Tony Redmond gemeldet und ihn zu einer großen Debatte eingeladen, um die Frage ein für alle Mal zu klären: Benötigen Sie eine Microsoft 365-Backuplösung eines Drittanbieters oder sind die nativen Lösungen ausreichend?

Im Anschluss an die fesselnde Diskussion zwischen Tony und unserem Kollegen John Hodges (fantastisch moderiert von CollabTalk-CEO Christian Buckley) hatten die Teilnehmer eine ganze Menge zu kommentieren. Wir haben uns die Zeit genommen, mit John Hodges zu sprechen und auf einige der interessanteren Punkte einzugehen, die nach der Debatte diskutiert wurden. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Sollte man Daten für immer aufheben?

John: Nein, heben Sie sie keinesfalls für immer auf! Das ist weder klug noch nachhaltig und die bei der nächsten E-Discovery anfallenden Anwaltskosten dürften ein Problem werden!

Wir arbeiten aktiv mit Kundenaccounts, denen leider der standardmäßig verfügbare Speicherplatz ausgeht und die deshalb erwägen, ihren Speicher zu erweitern. Ich habe bereits Blog-Beiträge aus Sicht eines Datenhorters geschrieben; um es ganz klar zu sagen, das große Risiko besteht hier langfristig in der Sicherheit, nicht nur in der Speicherung.

Sind Backups umweltfreundlich?

John: Ich liebe diesen Beitrag – er bringt mich dazu, mir ernsthafte Gedanken über meine Branche zu machen! Ich würde dies als einen zukünftigen Diskussionspunkt begrüßen! (@Dux). Hier ist mein bisheriger Standpunkt dazu:

Azure hat die Umweltfreundlichkeit seiner Datenzentren zu einem ernst zu nehmenden Projektziel gemacht; mehr dazu können Sie im Nachhaltigkeitsstrategiepapier nachlesen.

Sie behaupten, dass die Microsoft-Cloud weitaus weniger CO2-Emissionen verursacht.

Zudem ist es wichtig zu erwähnen, dass Microsoft im Bereich grüne Energie Bestnoten in den Bereichen Effizienz, Transparenz und Innovation erzielt hat.

Datenschutz

John: Allesamt sehr berechtigte Beiträge! Wie Tony während der Debatte erklärte, müssen fürs Erste unbedingt die nötigen Maßnahmen ergriffen werden, um das eigene Konto zu sichern; da hat er hundertprozentig recht.

Man muss nur eine unserer besten Case Studies bei Walls Construction zum Beispiel nehmen. Wenn Sie sich nur nach einer Backup-Lösung umsehen, um sich von einem Ransomware-Angriff zu erholen, ohne zu fragen, wie das passiert ist, dann lassen Sie zu, dass sich die eigenen Daten nach wie vor in einem risikoreichen Umfeld befinden. Gute Datengovernance-Praktiken sind im Rahmen dieses mehrschichtigen Konzepts ein Muss.

Gleichzeitig ist die umgebungsweite Einführung einer allgemeinen Richtlinie zur nativen Einrichtung von Aufbewahrungsregeln direkt zu Beginn häufig nicht so einfach, wie viele behaupten.

Möglicherweise hat man gar nicht die nötige Befugnis, um Aufbewahrungsrichtlinien nativ zu bestimmen!

Backup fällt eindeutig in den Verantwortungsbereich eines IT-Administrators. Die native Aufbewahrung von Inhalten bedeutet jedoch, dass man sein Unternehmen potenziellen Auswirkungen aussetzt, die aller Wahrscheinlichkeit nach außerhalb Ihres Zuständigkeitsbereichs liegen – besonders, weil Aufbewahrungsrichtlinien das Vorliegen bestimmter Daten für künftige E-Discovery-Fälle garantieren, wenn sie nicht so eingerichtet wurden, dass sie Inhalte vorher löschen!

Es kann gut sein, dass Sie am Ende mehr zahlen müssen, als Sie in eine Backup-Lösung investiert hätten.

In einer Umgebung, die stark von Kiosk- oder Studentenlizenzen abhängt (E1, F1, F3, G1 usw.), hat man nicht die erforderlichen Lizenzen, um Aufbewahrungsrichtlinien für die Postfächer und OneDrives dieser Nutzer einzurichten. Ein Upgrade auf eine E3 / G3 kann oft $10/Nutzer/Monat mehr kosten, was selbst die teuersten Nutzerlizenzen, die wir aus der Backup-Branche kennen, bei weitem übersteigt.

Darüber hinaus beschränkt Microsoft die Menge „kostenlosen“ Speichers auf SharePoint Online-Websites für Nutzerdaten. Dazu zählen alle Daten in Ihrem permanenten Dokumentarchiv. Das bedeutet, dass Sie aufgrund von Aufbewahrungsrichtlinien für das Wachstum Ihrer Umgebung künftig mehr pro Gigabyte bezahlen müssen.

Ergänzt durch Michael Weaver: „Worin besteht hier das Risiko? Gibt es ein Argument, das dafür spricht, dass Daten in dem Tenant, in dem sie bei richtiger Einrichtung sicher sind, am besten geschützt sind und dass ich das Risiko nur erhöhe, wenn ich sie auch anderswo aufbewahre? Was passiert, wenn mein Backup-System oder die entsprechenden Zugangsdaten kompromittiert werden?“

John: Die gleiche Sorgfaltspflicht, die für Ihre native Umgebung gilt, gilt auch für Ihren Cloud-Backup-Anbieter. Dazu gehört festzustellen, wie die Informationen gespeichert werden. AvePoint unterstützt ein Modell, bei dem Kunden eigenen Speicher (optional), eigene Authentifizierung (Azure AD) und eigene Verschlüsselungsschlüssel (Azure KeyVault) zur Verfügung stellen können. Auf diese Weise werden die Daten in unserer Backup-Lösung mit der gleichen Sorgfalt verschlüsselt und gesichert wie in Ihrer nativen Umgebung!

Aufschlüsselung der Backup-Angebote von Microsoft

John: Dieser Punkt wird in unserer Backup-Reihe „Debunking Myths“ am besten zusammengefasst.

Standardmäßig steht Endnutzern Folgendes zur Verfügung:

  • Versionsverlauf für jede Datei (verfügbar für die letzten 500 Versionen, automatisch erstellt)
  • Papierkorb / Gelöschte E-Mail-Ordner – Insgesamt 93 Tage (Standard- und endgültiger Papierkorb zusammengezählt)

Standardmäßig steht Websitebesitzern Folgendes zur Verfügung:

  • Endgültiger Papierkorb – 93 Tage Aufbewahrung zusammen mit dem Standardpapierkorb (etwas schwer zu finden)
  • Dateiwiederherstellung zum Rückgängigmachen von Änderungen aller Teamsdateien, einer SharePoint-Bibliothek oder einem OneDrive über einen Zeitraum von bis zu 30 Tagen (ein Rollback im Extremfall)

Standardmäßig steht Admins Folgendes zur Verfügung:

  • Vorläufig gelöschte Postfächer, Gruppen und Teams, die wiederhergestellt werden können (bestes Beispiel ist das Gruppen-Admin-Center)
  • Microsoft bewahrt Backups vierzehn Tage lang auf. Für ein vollständiges Rollback (das Worst-Case-Szenario) müssen Administratoren sich an den Microsoft-Support wenden.
    • Um mich klar auszudrücken: Der Schutz von Daten mit ECM-Kontrollen ist ein bewusster Schritt. Dies ist nicht standardmäßig aktiviert. Das bedeutet, dass selbst Tejalkumars Kommentar nicht korrekt ist – nichts davon ist von Anfang an festgelegt! Danke an Philip, der diesen Punkt untermauert hat! Noch zwei kurze Anmerkungen:

Fazit

Wir möchten noch einmal allen danken, die an der Debatte teilgenommen und sich zu diesem umstrittenen Thema zu Wort gemeldet haben. Da mehr Organisationen als je zuvor zu Microsoft 365 wechseln, ist es ein Muss, zu wissen, wie man eine fundierte ROI-basierte Entscheidung bezüglich der Datensicherung trifft. Wir hoffen, dass die Debatte und dieser Folgebeitrag Ihnen dabei geholfen haben. Haben Sie eine Frage, die wir nicht beantwortet haben, oder eine weitere Anmerkung? Hinterlassen Sie einen Kommentar und wir werden versuchen, Ihnen zu helfen!


Abonnieren Sie unseren Blog, um mehr über das Microsoft-365-Backup zu erfahren!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here