9 Wege, sich vor Ransomware-Attacken zu schützen

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Noch mehr hilfreiche Tipps zum Schutz vor Ransomware-Attacken finden Sie in diesen Beiträgen:


Unabhängig von der Größe der Organisation stellen viele von uns die gleiche Frage: Reichen unsere Sicherheitsmaßnahmen aus? Die ständige Gefahr ins Netzwerk gelangender Malware ist harte Realität – besonders im Hinblick auf Ransomware.

Ransomware-Attacken waren in den letzten Jahren die am schnellsten wachsende Malware-Bedrohung. Sie richten sich gegen schwache Sicherheitsvorkehrungen und schleusen Schadsoftware ein, die Dateien auf einem Gerät verschlüsselt und dadurch unbrauchbar macht. Anschließend verlangen die Angreifer ein Lösegeld für die Entschlüsselung der betroffenen Dateien. Noch besorgniserregender ist es, dass die Angreifer drohen, die betroffenen Dateien zu verkaufen oder zu veröffentlichen, wenn das Lösegeld nicht gezahlt wird. Da diese Dateien gegebenenfalls sensible Daten enthalten (beispielsweise kompromittierende Informationen über wichtige Stakeholder), kann der Verkauf solcher Dateien in der Öffentlichkeit leicht den Ruf großer Organisationen schädigen.

In der jüngeren Vergangenheit hatten es böswillige Akteure häufig auf Unternehmen abgesehen, die kritische Infrastrukturen für die Wirtschaft bereitstellen. Laut dem Federal Bureau of Investigation (FBI) in den Vereinigten Staaten gab es seit 2016 durchschnittlich mehr als 4000 Ransomware-Angriffe pro Tag.

Viele argumentieren, dass die Zahlung eines Lösegelds Cyberkriminelle noch mehr ermutigen könnte. Es ist jedoch schwierig, diese Angreifer zu verfolgen, da Lösegeld in Form von Kryptowährung gezahlt wird und es bekanntermaßen schwierig ist, die Identitäten von Personen durch Kryptowährungstransaktionen zu verfolgen. Wenn ein Ransomware-Angriff auftritt, gibt es Vermittler, die Unternehmen dabei helfen, mit diesen Cyberkriminellen umzugehen, indem sie Lösegeld zahlen. Allerdings gibt es keine solide Lösung, um Ransomware-Angriffe zu verhindern und Unternehmen zu helfen, Lösegeldzahlungen von vornherein zu vermeiden.

Doch selbstverständlich ist es vorzuziehen, Ransomware-Angriffe so weit wie möglich zu verhindern. In jeder Organisation bilden die Mitarbeitenden die erste Verteidigungslinie. Unabhängig von ihrer Rolle im Unternehmen ist es daher entscheidend, ihnen die unterschiedlichen Arten von Ransomware-Attacken beizubringen; denn schließlich kann jede Person, die einen mit dem Internet verbundenen Computer nutzt, einer solchen Attacke zum Opfer fallen. Im Folgenden finden Sie einige Möglichkeiten, wie Sie Ihre Anfälligkeit für Ransomware-Angriffe minimieren können.

1. Führen Sie regelmäßige Updates durch

Aktualisieren Sie Ihre Software und Ihre Betriebssysteme regelmäßig mit den neuesten verfügbaren Patches. Dadurch minimieren Sie das Risiko von Ransomware-Angriffen, da mögliche Sicherheitslücken in den Systemen in der Regel durch diese Updates geschlossen werden.

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2. Halten Sie Ihre Nutzer auf dem Laufenden

Führen Sie Schulungen für Mitarbeiter durch, in denen sie über die sich entwickelnden Cybersecurity-Bedrohungen und den Schutz vor solchen Bedrohungen aufgeklärt werden. Diese Schulungen leisten einen unentbehrlichen Beitrag zur Minimierung ihres Sicherheitsrisikos. Wie bereits erwähnt: Ihre Nutzer sind stets die erste Verteidigungslinie gegen Cyberangriffe. Daher ist es wichtig, obligatorische (und kostenlose) Sicherheitsschulungen über Learning Management Systems (LMS) durchzuführen, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter geschult sind. Die meisten Ransomware-Angriffe erfolgen über Phishing-E-Mails, daher können solche Awareness-Schulungen den Mitarbeitern helfen, mögliche bösartige E-Mail-Inhalte zu erkennen.

3. Erstellen Sie regelmäßige Backups Ihrer Daten

Indem Sie wichtige Dateien auf einem separaten Gerät oder in der Cloud speichern, kann die Geschäftskontinuität auch im Falle eines Angriffs sichergestellt werden. Reputationsschäden können allerdings nicht rückgängig gemacht werden. Sie sollten sich also auch auf die Prävention konzentrieren.

4. Fördern Sie Best Practices bei der Internetnutzung

Allgemeine Grundsätze wie der regelmäßige Passwortwechsel, die Verwendung komplexer Passwörter und das Nicht-Klicken auf verdächtige Links oder des Besuchs verdächtiger Websites sind einfach zu vermittelnde Alltagsregeln, die das selbstverschuldete Risiko von Ransomware-Angriffen minimieren können.

5. Überprüfen und testen Sie Ihren Incident Response Plan regelmäßig

Da die Mitarbeiter die erste Verteidigungslinie bei jedem Sicherheitsangriff sind, ist es wichtig, eine unternehmensweite Richtlinie für die Reaktion auf Vorfälle zu implementieren, bei der sie direkt mit der IT-Abteilung kommunizieren. Darüber hinaus sollten Sie versuchen, alle über sich weiterentwickelnde Sicherheitsbedrohungen auf dem Laufenden zu halten und die Reaktionspläne regelmäßig aktualisieren, um proaktiv auf diese Bedrohungen reagieren zu können.

6. Halten Sie sich über Ransomware-Fälle in der Branche auf dem Laufenden und lernen Sie daraus

Da Ransomware-Angriffe immer häufiger auftreten, kann es sehr hilfreich sein, proaktiv zu handeln und sich durch zuverlässige Nachrichtenquellen über derartige Vorfälle auf dem Laufenden zu halten, um das daraus Gelernte in Form einer Informationssicherheitsrichtlinie umsetzen.

7. Implementieren Sie Multi-Faktor-Authentifizierung

Dies ist eine neuere (aber sehr effektive) Möglichkeit, den unbefugten Zugriff auf sensible Daten einzuschränken oder zu verhindern. Durch Implementierung einer Multi-Faktor-Authentifizierung beim Zugriff auf kritische Daten, Geräte und Software kann bei der Prävention von Ransomware-Angriffen erheblich geholfen werden. Ebenso kann die regelmäßige Überprüfung des Zustands von Geräten dazu beitragen, Schwachstellen zu identifizieren und diese proaktiv zu beheben, bevor ein Angriff erfolgt.

8. Sorgen Sie für starke E-Mail-Sicherheit

Die Implementierung von sicheren E-Mail-Praktiken, Firewalls und Spam-Filtern kann Mitarbeitern helfen, verdächtige oder bösartige Inhalte zu erkennen, bevor sie Opfer eines Ransomware-Angriffs werden. Zusätzlich kann das Scannen aller ein- und ausgehenden E-Mails dazu beitragen, das Risiko von Ransomware-Angriffen weiter zu minimieren.

9. Konfigurieren Sie Firewalls, um bösartige IP-Adressen zu blockieren

Dieser Punkt spricht für sich selbst. Kontinuierlich nach verdächtigen IP-Adressen zu suchen und diese zu blockieren, kann eine wichtige Rolle bei der Vermeidung potenzieller Bedrohungen und Angriffe spielen.

Es lässt sich nicht von der Hand weisen: Cyberkriminelle werden intelligenter und Sicherheitsprofis stehen vor immer größeren Herausforderungen. Daher ist es für IT-Administratoren und alle Mitarbeiter unerlässlich, die Sicherheit ernst zu nehmen, indem sie proaktiv gegen die sich ständig weiterentwickelnde Bedrohung durch Ransomware-Angriffe vorgehen.


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