Wer hat die Kontrolle über Office 365? Die Frage, die tausend Tweets lostrat

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Da viele Organisationen Office 365 zur Cloud-Plattform ihrer Wahl auserkoren haben, sollte man annehmen, dass die meisten, wenn nicht gar alle, über eine vernünftige Verwaltungsstruktur verfügen. Leider ist das nicht der Regelfall.

In seinem neuesten Artikel auf Petri.com schildert AvePoint Solutions-Techniker Hunter Willis, warum der Prozess der digitalen Transformation seiner Ansicht nach für Firmen der verschiedensten Branchen eine Herausforderung darstellt – und beschreibt einen möglichen Lösungsansatz.

Der Artikel führte zu äußerst aufschlussreichen Diskussionen zwischen angesehenen Akteuren im Bereich Office 365. Zur besseren Übersicht haben wir einige der interessantesten Antworten und Gedanken für Sie zusammengefasst.

Wie alles begann

Es begann alles ganz harmlos. Willis verbreitete seinen Artikel über Twitter und bat um Antworten.

Er erhielt erste Reaktionen auf seinen Tweet, doch die Debatte nahm erst richtig Fahrt auf, als AvePoint-CMO und Microsoft-MVP Dux Raymond Sy Willis in einem Tweet zitierte und seiner Ansicht widersprach, dass Exchange-Administratoren für die Office 365-Bereitstellung eines Unternehmens zuständig sein sollten:

Willis hatte in seinem Artikel mit dem Argument auf Exchange-Administratoren gedrängt, dass sie im Allgemeinen „bereits Erfahrung mit den über IT-Teams verteilten Zuständigkeiten“ hätten und typischerweise „stark in den Zugriff auf Services, Lizenzen und die Integration von Anwendungen in Microsoft-Umgebungen eingebunden“ seien.

SharePoint-Administratoren

Sy allerdings war nicht der Einzige, der sich für die Verwaltung von Office 365 durch SharePoint-Administratoren aussprach. Sowohl Daniel Anderson und Office-Apps-and-Services-MVP Trevor Seward unterstützten diese Ansicht:

SharePoint dient als Dateispeicher und Verwaltungsengine für viele der Anwendungen in Office 365. Daher beruht die Sicherheit der gesamten Office 365-Plattform auf Inhaltsebene zu einem großen Teil auf SharePoint-Berechtigungen – womit SharePoint-Administratoren ohnehin vertraut sind.

Zusammenarbeit ist alles

Trotz der guten Argumente sowohl für Exchange- als auch für SharePoint-Administratoren als alleinige Verantwortliche für Office 365 sprach sich die überwiegende Mehrheit der einflussreichen Stimmen dafür aus, dass die Verwaltung der Bereitstellung von Office 365 eine gemeinsame Aufgabe sein sollte.

Office 365 setzt sich aus vielen Elementen zusammen. Dem Gedanken, es solle von einer einzelnen Person oder einer kleinen Gruppe kontrolliert werden, wurde vor diesem Hintergrund energisch widersprochen.

Speziell hervorgehoben wurde die Kombination aus SharePoint- und Exchange-Administratoren als potenzielles Traumteam.

Office 365-Administrator Rob Bowman erläuterte, wie man in seinem Unternehmen mit dieser gemeinsamen Aufgabe umging:

Im Idealfall wäre ein Team aus Exchange- und SharePoint-Administratoren für diese Aufgabe perfekt. Das Team müsste allerdings bei Strategie und Planung besonders gut zusammenarbeiten, um erfolgreich zu sein.

Office 365-Administratoren

Selbstverständlich gibt es noch einen weiteren Lösungsweg: die Einrichtung einer eigenen Office 365-Administratorenstelle oder eines entsprechenden Teams, das sich ausschließlich mit dieser Governance-Aufgabe befasst. Dieser Vorschlag wurde von mehreren Personen gemacht.

In vielen Unternehmen allerdings wäre es für einen zentralen „Office 365-Administrator“, der alle Anwendungen betreut, kaum möglich, den nötigen Überblick über alle Anwendungen zu behalten, um effektiv Strategien entwickeln und ein Team leiten zu können. Darüber hinaus ist es wahrscheinlich, dass dieser Office 365-Administrator berufliche Erfahrung in der Verwaltung einer der Anwendungen der Plattform hat. Das führt zu der Frage: Welche Administratorenrolle wäre am besten geeignet, um die Position eines Office 365-Administrators zu besetzen?

Am Ende machten wichtige Diskussionsteilnehmer deutlich, dass in letzter Konsequenz der CIO für die Verwaltung von Office 365 zuständig sei.

Und selbstverständlich sollte in den meisten Fällen der CIO eines Unternehmens das letzte Wort über alle Entscheidungen und Veränderungen haben, die Office 365 betreffen. Doch abhängig von der Firmengröße ist es unwahrscheinlich, dass diese Person sich im Tagesgeschäft als Administrator betätigen kann. Darüber hinaus sind viele CIOs von den alltäglichen Arbeitsabläufen entkoppelt, und den Teams werden in der Regel nur wenige oder gar keine operativen Leitlinien vorgegeben. In gut eingespielten Teams kann das von Vorteil sein. Umgekehrt kann es allerdings in Teams, die sich noch in einem Lernprozess befinden, für Chaos sorgen.

Das letzte Wort

Um die Diskussion etwas zu vertiefen, versammelte Sy einige der Teilnehmenden noch am gleichen Tag über Microsoft Teams zu einem ausführlicheren Gespräch.

Zu den Teilnehmenden gehörten:

  • Dux Raymond Sy, @meetdux
  • Hunter Willis, @HW_enduser
  • Fred Yano,@Fredyano
  • Bruno Fonseca, @brunosITworld
  • Craig Jahnke, @techJahnke

Die vollständige Diskussion können Sie hier verfolgen:

Einige Tage später versammelte Sy die Beteiligten zu einem weiteren Gespräch. Zu den Teilnehmenden gehörten:

  • Dux Raymond Sy, @meetdux
  • Hunter Willis, @HW_enduser
  • Fred Yano,@Fredyano
  • Bruno Fonseca, @brunosITworld
  • Martina Grom, @magrom
  • Tony Redmond, @12knocksinaa
  • Jeff Guillet, @expta
  • Duane Alleman, @duanealleman

Offenbar bestehen für die Kontrolle über Office 365 zahlreiche Optionen! Wer sollte Ihrer Ansicht nach dafür verantwortlich sein? Geben Sie Ihren Kommentar ab und lassen Sie es uns wissen!


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