5 Tipps für die Vorbereitung einer erfolgreichen Microsoft 365-Migration

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Benjamin Franklin hat das Thema Vorausplanung auf den Punkt gebracht: „Wer sich nicht vorbereitet, bereitet sich auf das Scheitern vor.“ Wobei er dabei zugegebenermaßen nicht an die erfolgreiche Vorbereitung einer Cloud-Migration gedacht haben mag.

Als Solutions Engineer (und ehemaliger Berater für IT-Infrastruktur) habe ich selbst miterlebt, wie Migrationen aufgrund mangelhafter Planung scheitern können. Wer seine Microsoft 365-Migration nicht sinnvoll plant, riskiert schlechte Ergebnisse für sein IT-Team, die Endnutzer und nicht zuletzt die gesamte Organisation. Hier sind meine fünf besten Tipps für die Vorbereitung einer erfolgreichen Migration:

1. Identifizieren Sie den Migrationsumfang und sorgen Sie für eine angemessene Zeitplanung.

Unabhängig davon, ob Sie einen Workload (z. B. SharePoint) von On-Premise in die Cloud verschieben oder eine Microsoft 365 Tenant-to-Tenant-Migration durchführen, ist es wichtig, den Migrationsumfang zu kennen, um einen effektiven Zeitplan für die Migration festzulegen. Sind Sie sich über den Migrationsumfang und die Zeitplanung im Klaren, können Sie die Nutzer besser auf anstehende Änderungen vorbereiten. Dies wiederum hilft bei der Korrektur von Fehlern und der Durchführung von Validierungen während des Migrationsprozesses. Wird dieser Prozess voreilig durchgeführt, kann dies zu unbefriedigenden Benutzererfahrungen und fehlenden Inhalten in der Zielumgebung führen.

2. Klären Sie, wie viele Daten Sie (wirklich) migrieren müssen.

Ich vergleiche Migrationen gerne mit dem Umzug in ein neues Haus: Wer in ein neues Haus zieht, muss entscheiden, welche Dinge von Wert sind und mitgenommen werden und welche aussortiert werden. Sie müssen sich zwingend einen Überblick darüber verschaffen, was in Ihrer aktuellen Umgebung enthalten ist. Überlegen Sie:

  • Welche Daten müssen in die neue Umgebung mitgenommen werden?
  • Gibt es Daten, die wegen rechtlicher oder regulatorischer Vorgaben erhalten bleiben müssen?
  • Welche erforderlichen Daten müssen zuerst in die Cloud migriert werden?

Die Beantwortung dieser Fragen hilft Ihnen, die Migration erfolgreich durchzuführen und einen angemessenen Zeitrahmen für die Migration der Daten in die Cloud festzulegen.

Die Verwendung Ihrer Migrationslösung (zum Beispiel unsere Migrationslösung FLY), zur Erfassung Ihrer Quellumgebung ist hilfreich, um einen tieferen Einblick in Ihre aktuelle Umgebung zu erhalten.

3. Entscheiden Sie, welche Microsoft 365-Workloads oder Endnutzer Sie zuerst migrieren möchten.

Es ist nicht nur wichtig, Ihren Microsoft 365-Migrationsplan zu verstehen, um einen effektiven Migrationszeitplan zu implementieren, sondern es ist auch hilfreich, um zu verstehen, welche Workloads und Nutzer in Ihrem Migrationszeitplan Priorität haben. Dies betrifft etwa die folgenden Fragestellungen:

  • Würden Sie eine eventuelle Pilotmigration auf Ihre IT-Abteilung oder technologisch versierte Nutzer in anderen Abteilungen beschränken?
  • Welche SharePoint-Site Collections haben bei einer SharePoint-Migration Vorrang?
  • Möchten Sie die Nutzer auf Basis ihrer Abteilung oder ihres Standorts migrieren?
  • In welcher Prozessphase möchten Sie Nutzer aus der Führungsebene migrieren?

Nehmen Sie sich Zeit, um zu überlegen, welche Inhalte oder Nutzer in Ihrer Umgebung zuerst migriert werden müssen, und setzen Sie Prioritäten. Auf diese Weise können Sie Drosselungsprobleme vermeiden, Ihre Endnutzer werden nur minimale Unterbrechungen erleben und die Nutzer werden besser auf die neuen Änderungen in Ihrer Umgebung vorbereitet sein.

4. Achten Sie auf Apps, deren Support eingestellt wurde, sowie Daten am Ende ihres Lebenszyklus.

Prüfen Sie Daten aus Ihrer Quellumgebung und behalten Sie Datenobjekte im Auge, die keinen Support mehr genießen oder das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Dies erspart Ihnen Zeit bei der Fehlerbehebung nach gescheiterten Migrationsversuchen. Microsoft stellt Dokumentationszeitpläne für Produkte zur Verfügung, die sich dem Ende ihres Lebenszyklus nähern. Darüber hinaus können Sie alle nicht unterstützten/abgelaufenen Objekte anzeigen, wenn Sie die Daten in der Quellumgebung während Ihrer Analyse vor der Migration überprüfen.

5. Seien Sie sich bei Migrationen des Problems von Drosselungen bewusst.

Der Microsoft 365-Service wird von Microsoft gemanagt. Dabei soll vor allem sichergestellt werden, dass das System reibungslos funktioniert und die Endnutzer nicht von Verzögerungen oder Störungen betroffen sind. Vor kurzem hat Microsoft strengere Beschränkungen für Hintergrund-Apps (einschließlich der Migration von Inhalten) während der werktäglichen Tageszeit eingeführt. Um eine Drosselung zu vermeiden, ist es daher sinnvoll, Migrationen außerhalb der Geschäftszeiten (abends und am Wochenende) zu planen, da der Dienst dann bereit ist, ein hohes Volumen an Anfragen zu verarbeiten. Wenn Sie Ihre Migrationen außerhalb der Geschäftszeiten durchführen, kann Ihr Tenant auch während der Geschäftszeiten mit voller Kapazität arbeiten.

Wenn Sie ein positives Migrationserlebnis sicherstellen wollen, müssen Sie zwingend den Migrationsumfang bestimmen und eine sinnvolle Zeitplanung vornehmen. Planen Sie zusätzliche Zeitpuffer für mögliche Probleme ein – etwa für Drosselungen. So können Sie sich eine Menge Stress sparen. Zudem sorgt es für eine reibungslosere Microsoft 365-Migration und weniger Störungen bei den Endnutzern.


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