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Die Implementierung von privaten Kanälen in Microsoft Teams wurde lange diskutiert. Das Konzept klingt einfach; nur der Ersteller und die von ihm eingeladenen Personen können private Kanäle sehen und ihnen beitreten. Tatsächlich war die Entwicklung der Funktion aber eine große Herausforderung. Folgendes müssen Sie darüber wissen.

Fakten:

  • Private Kanäle sind definitiv die am meisten nachgefragte Funktion aufUserVoice.
  • Die Funktion befindet sich bereits seit mehr als zwei Jahren in der Entwicklung.
  • Am 19. März wurde angekündigt, dass private Kanäle im Laufe des Jahres verfügbar werden.

Laut UserVoice wünschen sich die Benutzer generell mehr Optionen bei der Erstellung von Kanälen in Microsoft Teams. Insbesondere wünschen Sie sich folgende Arten von Kanälen:

  • Öffentlich – offen (für alle sichtbar, einschließlich externer Organisationen; alle können beitreten)
  • Öffentlich – Einladung (für alle sichtbar, einschließlich externer Organisationen; Beitritt nur auf Einladung)
  • Unternehmen – offen (nur innerhalb der Organisation sichtbar und alle in der Organisation können beitreten; Benutzer außerhalb der Organisation benötigen eine Einladung)
  • Unternehmen – Einladung (nur innerhalb der Organisation sichtbar; Beitritt nur auf Einladung)
  • Geheim (nur für bestehende Mitglieder sichtbar; Beitritt nur auf Einladung)

Wozu private Kanäle?

Was ist das Besondere an privaten Kanälen? Warum ist die Nachfrage so groß?

Mit privaten Kanälen könnten Administratoren genauer bestimmen, wer Zugriff auf bestimmte Inhalte hat und wer nicht. Sensible Materialien können einfacher geschützt werden. Private Kanäle ermöglichen auch Dinge wie einen Chat nur für Manager/Führungskräfte in einem Team.

Was spricht gegen private Kanäle?

Microsoft Teams dreht sich voll und ganz um offene Zusammenarbeit. Es wurde dazu konzipiert, die Zusammenarbeit mit anderen so nahtlos wie möglich zu gestalten. Wenn Sie sich in einem Team befinden, haben Sie Zugriff auf sämtliche Inhalte des Teams. Durch die Implementierung zusätzlicher Kontrollen und die erforderliche Verwaltung von Berechtigungen für jedes erstellte private Team durch den Teambesitzer kann sich dies schnell zum absoluten Gegenteil des eigentlichen Zwecks der Plattform entwickeln.

Der Wunsch nach privaten Kanälen kann auch als unnötig angesehen werden. Sie könnten stattdessen auch ganz einfach ein neues Team erstellen, wenn Sie sich mehr Privatsphäre wünschen. Und wenn Sie einen privaten Chat mit zwei oder mehr Managern/Führungskräften benötigen, können Sie auch einen normalen Gruppenchat erstellen. All das sind brauchbare (wenn auch nicht ganz so komfortable) Optionen.

Mögliche Probleme

Unabhängig davon, ob Sie persönlich sich private Kanäle in Microsoft Teams wünschen oder nicht, ein beliebter Wunsch sind sie allemal. Warum hat es dann so lange gedauert, bis sie implementiert wurden?

Wie schon erwähnt waren Kanäle in Teams ursprünglich nicht dazu gedacht, gesperrt zu werden. Daher ist die Architektur nicht gut für private Kanäle geeignet.

Jedes erstellte Team nutzt andere Facetten von Office 365. Beispielsweise benötigt Teams Planner für die Aufgabenverwaltung und SharePoint zur Speicherung von Dateien. Wenn ein bestimmter Kanal in einem Team auf einmal auf privat gestellt wird …

… funktionieren die Planner-Berechtigungen nicht mehr.
… funktionieren die SharePoint-Berechtigungen nicht mehr.
… funktionieren die Stream-Berechtigungen nicht mehr.
… funktionieren die Berechtigungen auf Registerkartenebene nicht mehr.

Das Team von Microsoft Teams musste ganz offensichtlich eine ganze Menge Hindernisse überwinden, um einen Teil der offenen Kollaborationsplattform abzugrenzen. Waren all die Verzögerungen es wert? Zum Ende des Jahres werden wir es erfahren.

Hinterlassen Sie uns einen Kommentar und lassen Sie uns wissen, wie private Kanäle Microsoft Teams Ihrer Meinung nach in Zukunft verändern werden.


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